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Herbsttreffen der Einzelmitglieder 2002
Die Fischbrötchen-Story oder
...die neue Peter-S.-Diät
ein Bericht von Beate Stöver, Höki

Es war mal wieder an der Zeit, dass sich die Einzelmitglieder des LKV Schleswig-Holstein zu ihrem Herbst-Treffen aufmachten. Diesmal war der Treffpunkt ziemlich zentral in Rendsburg beim Rendsburger-Kanu-Club (RKC), direkt an der Obereider. Peter S. hatte alles wieder mal bestens organisiert. Am 13. September war Anreise. Alle Zelte konnten auf dem Gelände des RKC stehen, die Wohnmobile und Wohnwagen mussten sich mit dem Parkplatz an der Sporthalle zufrieden geben (steiler Aufstieg) und die Autos standen am Straßenrand. Um 19 Uhr war dann die übliche Begrüßung durch die beiden Peter”s sowie die Vorstellung des Wochenend-Programms. Dieses Jahr waren auch wieder ein paar neue Gesichter dabei. Für diejenigen, die die letzten Male die Berichte über unser Treffen geschrieben haben, gab es dann auch noch ein kleines Präsent.

Dann konnte es zum gemütlichen Teil übergehen. Bärbel gab auch noch eine Kiste Bier aus, da sie sich ein neues Boot zugelegt hat. Getauft sei es schon und ihr habe jemand "EINE HANDBREIT KIEL UNTERM WASSER" gewünscht. Wir wollen hoffen, das dieser Wunsch nie in Erfüllung geht. Es war wieder sehr erheiternd, sich die ganzen Urlaubsstories anzuhören und die Fotos anzuschauen. Wir hatten viel zu lachen, und auch die Geschichten die schon alle kennen, sind immer wieder einen Lacher wert. Es wurde aber auch viel gefachsimpelt und die neuesten Errungenschaften begutachtet. Zu vorgerückter Stunde lichteten sich dann die Reihen und alle begaben sich zur wohlverdienten Ruhe.

Der Samstag kam mit wolkenverhangenem Himmel. Nach den vielen Sonnentagen hofften wir alle, dass sich der Himmel noch wieder eines besseren besinnt. Es war Frühaufstehen angesagt. Denn es sollte schon um 8.30 Uhr Abfahrt sein. Vom Rendsburger Schwimmbad ging es los. Die Autos mussten noch nach Breiholz (15 km-Tour) oder nach Lex-Fähre (26 km-Tour) gefahren werden. Dank einiger Rendsburger Einzelmitglieder, war es dieses mal nicht so ein Chaos mit der Fahrerei. Ich erinnere nur an den Rendsburger Kreisverkehr. Wer nach der 5. Runde immer noch nicht weiß in welche Richtung er will, sollte schon mal einen Blick auf die Tankuhr werfen und sich merken, wo die einzige Tankstelle ist. Eine Gruppe war bei den Booten geblieben und harrte der Dinge die da kommen oder nicht. Nach gut 1,5 Stunden waren endlich alle wieder da und die Tour konnte losgehen. Peter S. wies noch einmal darauf hin, dass die Einsatzstelle nur für "EIN BOOT GLEICHTZEITIG" zugängig ist. Es gab noch eine Demonstration von Maik. Er wollte nur klarmachen, wie schnell ein Paddel weg ist, wenn man keine Paddelsicherung benutzt. Und schon war das Paddel wirklich weg. Aber der gute Wolfgang war so reaktionsschnell, das es nicht weit kam. Für ihn war der Abend dann Bier-mäßig gesichert. Ein Pärchen war schon früher gestartet, da sie noch nicht oft gepaddelt hatte, sie wollten uns nicht durch ihr Tempo behindern, waren aber nicht weit gekommen, sie war noch sehr unsicher in ihrer Paddeltechnik. Susanne hat sich dann der Beiden angenommen und sie zur nächsten Pausenstelle für die kurze Tour begleitet. Bis dort sind wir auch alle zu-sammen geblieben. Die Langstreckler haben sich dann abgesetzt und sind bis Breiholz durch- gefahren und haben dort eine kleine Pause gemacht.

Als die Pause vorbei war und es wieder losging klarte das Wetter auch wieder auf und die Sonne schien mit aller Kraft. Aber der anstrengenste Teil lag noch vor uns. Wir waren bis dahin mit Wind im Rücken gepaddelt und ab Gieselau-Kanal geht es bis auf ein paar Kurven immer Richtung Norden, also gegen den Wind bis nach Lexfähre. Zusätzlich hatten wir dann noch mit einem Wasserski-Fahrer das Vergnügen, der ein paar ziemlich kabbelige Wellen erzeugte. Im Kayak ist das ja nicht so tragisch. Aber unsere Kanadier-Treiber hatten doch einige Schwierigkeiten. Zum Schluss waren aber dann alle wohlbehalten am Ziel und es konnte nach abgeschlossenen Ladearbeiten (wer hat auf welchen Auto Platz für sein Boot, also das übliche Chaos) wieder in Richtung RKC gehen. Dort erwartete uns dann eine Dusche und jede Menge leckerer Kuchen. Die einzelnen Gruppen tauschten ihre Erlebnisse aus. Zum Abendessen gingen einige in ein kroatisches Restaurant und andere setzten sich an den eigenen Herd. Danach war wieder eine fröhliche Runde versammelt, die zum Teil bis spät in die Nacht Paddler-Geschichten und Anekdoten zum besten gab oder gemeinsame Touren plante.

Am Sonntag war "ausschlafen" angesagt. Start war erst um 10 Uhr. Da der einzige Kanalfischer seine Bude erst um 11 Uhr aufmacht. Wir wollten uns ein leckeres Fischbrötchen gönnen und vielleicht das eine oder ander Kilo Fisch mitnehmen. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Wir sind vom RKC in Richtung Kanal, durch die Borgstedter Enge unter der Rader Hochbrücke zur Fischfarm gepaddelt. Dort konnten wir die Fische springen sehen und allen lief das Wasser im Mund zusammen. Aber nach einem Testanlauf mussten wir leider einsehen, dass es keinen Zweck hatte dem Kanal zu kreuzen, da der Wind direkt auf die Anlegestelle stand. Also gab es keine Fischbrötchen. So ging es weiter nach Schirnau zum Auslauf des Wittensees. Dort wurde gerastet und die Anlage besichtigt. Nur leider hatten sich einige keinen Plan B (ein Ersatz-Pausen-Brot) zurechtgelegt. Es musste aber keiner Hunger leiden. Die die was hatten, gaben denen die nichts hatten. So war jeder einiger Maßen gestärkt um die “lange” Rückfahrt zum RKC zu überstehen. Zum Abschluss haben wir noch einmal die Kuchentafel aufgebaut und es uns gut gehen lassen. Dann ging es wieder ans Einräumen und Einpacken und die Zeit des Abschieds war gekommen. Aber wir werden uns nächstes Jahr am Plöner See wiedersehen. Bis dahin immer eine .......(Ihr wisst schon was ich meine). Leider gab es diesmal nichts von unserem Hauptdarsteller Hermann zu berichten (Hallo Hermann! Willkommen in meinem Bericht). Er hatte dieses Mal nur eine Statisten-Rolle ergattert.


Landes-Kanu-Verband Schleswig-Holstein e.V.
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