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| RAHMENVEREINBARUNG | ||
über das umwelfreundliche Kanuwandern in Schleswig-Holstein zwischen dem Landessportverband Schleswig-Holstein e.V., dem Landes Kanu-Verband Schleswig-Holstein, der Bundesvereinigung Kanutouristik e.V. und dem Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein Kanusport, Kanutourismus und Umweltschutz haben gemeinsame Interessen: Denn eine intakte Umwelt ist die wichtigste Voraussetzung für eine gesunde und attraktive Sportausübung und Freizeitgestaltung. Das Erleben von "ursprünglicher” Natur hat außerdem eine große Bedeutung für das Wohlbefinden des, Menschen. Es lässt ihn fühlen, Teil eines größeren Systems und von diesem abhängig zu sein, lässt ihn Entspannung und Ruhe erfahren und ist notwendig zu seiner körperlichen und seelischen Gesundheit, die gleichzeitig auch sein intaktes soziales Umfeld umfasst. Oftmals wird die Entscheidung, Kanu zu fahren, im Rahmen touristischer Aktivitäten getroffen. Wasser, Sonne und schöne Landschaft laden zur Bootspartie ein. So ist auf manchem Gewässer inzwischen der Anteil an Leihbooten deutlich höher als der der organisierten und der nicht organisierten Kanusportler zusammen. Kunden von kanutouristischen Firmen, die nicht nach den Kriterien des Qualitätssiegels der Bundesvereinigung Kanutouristik e.V. arbeiten, sind oftmals nicht ausreichend - sowohl theoretisch als auch praktisch - in den Umgang mit dem Kanu und der Natur eingewiesen. Als Folge kann eine vermeidbar erhöhte Belastung der Natur eintreten. Durch. Unkenntnis kann es zur Benutzung nicht geeigneter Naturräume für das Ein- und Aussetzen, das Rasten und das Übernachten kommen. Der Deutsche Kanuverband und die Landes-Kanuverbände schulen seit mehreren Jahren ihre Mitglieder und teilweise auch unorganisierte Paddler in. umweltverträglichem Verhalten an und auf den Gewässern. Nachhaltigkeit, das "Leitbild Kanusport". und "Goldene Regeln" sind dabei unter anderem für die Kanusportler Grundlagen ihres Handelns. Dabei kommt es in Einzelfällen, oftmals wegen fehlender Infrastruktur aber auch gelegentlich wegen mangelnder Information über die Gegebenheiten vor Ort, zu Beeinträchtigungen der Natur. Es ist erklärtes Ziel der Verbände, die Zahl derartiger Vorkommnisse mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln weiter zu reduzieren. Um zukünftige Freizeitnutzung und Sportausübung in der Natur nachhaltig zu gewährleisten, haben sich der Landessportverband Schleswig-Holstein e.V., der Landes-Kanu-Verband Schleswig-Holstein sowie die in der Bundesvereinigung Kanutouristik e.V. zusammengeschlossenen Kanutouristiker gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten an einen Tisch gesetzt, um Konfliktpotentiale zu beseitigen - einmal zur ungetrübten Freude am Kanufahren, zum anderen zum Schutz der Natur. Auf den drei Pfeilern Technik, Sicherheit und Umweltschutz soll die Zusammenarbeit basieren. In dem Wissen um die aus dem genannten Anspruch erwachsende Verantwortung wird folgende Übereinkunft beschlossen:
Kiel, den 15.03.2001 Dr. h.c. Hans Hansen Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein e.V. Klaus Müller Minister für Umwelt Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein Günter Schöning Vorsitzender des Landes-Kanu-Verbandes Schleswig Holstein Ralf Kruse Vorsitzender der Bundesvereinigung Kanutouristik, Roth bei Marburg |
| Weitere Informationen im Internet |
| Landessportverband Schleswig-Holstein e.V. http://www.lsv-sh.de/ |
| Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein http://www.schleswig-holstein.de/landsh/ |
| Bundesvereinigung Kanu-Touristik e.V. Hier kann man die Adressen der zugehöhrigen Kanuvermieter erhalten. http://www.kanu-touristik.de/ |