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| Deutsche Meisterschaft 2006 im Wildwasserrennsport auf der Möll | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der ausrichtende Verein Grün-Gelb Köln hatte sich für den diesjährigen nationalen Saisonhöhepunkt in unserer Sportart die Möll als Wettkampfstrecke auserkoren. Die Möll in österreichischen Körnten gelegen, war in früheren Jahren immer mal wieder Wettkampfstrecke und beliebter Fluss für Wildwassertouren. Irgendwann ist dieses hervorragende Paddelrevier in Vergessenheit geraten. Dabei gibt es angrenzend mit der Isel und ihren Spielwalzen, der Drau, der Geil einige Wildwasserperlen, deren Befahrung sich über viele Kilometer lohnt.Die dort heimischen Menschen, die Behörden und Organisationen haben den Kanutourismus für sich entdeckt und stehen unserem Sport durchaus aufgeschlossen gegenüber. Daher stieß auch die Idee, dort mit den Gemeinden Oberkolbnitz, Obervellach, Reißeck und Penk eine Deutsche Meisterschaft im Kanu-Wildwasserrennsport auszurichten, auf größtes Entgegenkommen. Das Umfeld, das Niveau der Organisation war professionell und ansprechend. Das nicht alles perfekt abgelaufen ist, weil z.B. die Lichtschranke, die vom heimischen Skiverband zur Verfügung gestellt worden war, durch die hochschwappenden Wellen auch ohne Befahrung ausgelöst worden sind. Das ist ein Malheur, welches auf die Unerfahrenheit der Ski-Rennexperten mit dem pulsierenden Element Wasser zurück zu führen ist. Es zeigt aber auch, dass Kooperation verschiedener Sparten möglich ist, dass aber beide Partner sich umstellen und aufeinander einlassen müssen. Dieser Weg ist in Hinblick auf mögliche Mittelkürzungen im Sport durchaus richtungsweisend. Der Landes-Kanu-Verband Schleswig-Holstein e.V. ist mit seiner Delegation unter meiner Führung bereits am 02.06.06 nach Kärnten. Wir hatten unser Quartier bei Familie Suntinger, Hauptplatz 26 in 9821 Obervellach gebucht. Um den Tauerntunnel mit seinen Staus zu umgehen, haben wir die Anreise über die Tauernschleuse der österreichischen Bundesbahn gewählt. Die Verladung klappt reibungslos und mit 12 € bei Buchung über den ADAC ist die Maut nur unwesentlich teurer als die Tunnelvariante, die aber zusätzlich noch einen Mehraufwand von ca. 60 km bedeutet.Mit Sportlern, Trainern, Betreuern (Eltern) und helfendem Anhang waren wir insgesamt 17 Personen. Das unsere Aktivengruppe aus Schülern, Jugend und Leistungsklassenfahrern bestand, war in diesem Jahr kein Problem, da der Jugend- und Leistungsklassenstart identisch war mit dem Schülerziel, daher konnten die Trainer einfach mit durch paddeln. Für einen zeitlich gesonderten Vorbereitungslehrgang fehlen uns einfach die finanziellen Mittel, daher knüpft unser Vorbereitungslehrgang immer nahtlos an die Rennvorbereitung an. Das bedeutet, dass wir die ersten Tage intensiv möglichst viele Fahrten auf dem Fluss absolvieren. Je näher der Renntag rückt, desto geringer wird der Trainingsumfang. In der Vorbereitungsphase haben wir allerdings einen Wildwasserlehrgang in Hildesheim eingeschoben, damit wir mit den Sportlern wenigstens die Grundlagen des Wildwasserfahrens trainieren konnten. Die Ergebnisse, welche die Sportler in diesem Jahr auf ihrem Saisonhöhepunkt eingefahren haben, die lassen durchaus von einer erfolgreichen Saison sprechen.
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