Umweltschulungen in Schleswig-Holstein – gemeinsam für mehr Umweltbewusstsein 

Was bedeutet eigentlich Umweltschutz im Vereinsalltag? Und wie lässt sich Wissen rund um Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit ganz praktisch vermitteln? Genau darum geht es bei den Umweltschulungen in Schleswig-Holstein.

Bei den Schulungen geht es nicht nur um Theorie. Im Mittelpunkt stehen praktische Erfahrungen, gemeinsames Lernen und die Frage, was sich vor Ort ganz konkret umsetzen lässt. Je nach Thema und Rahmen der Veranstaltung werden unterschiedliche Aspekte des Umwelt- und Naturschutzes aufgegriffen und gemeinsam mit den Teilnehmenden bearbeitet.

Dabei zeigt sich immer wieder: Eine Schulung kann ganz unterschiedlich aussehen. Mal steht ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt, mal geht es raus in die Natur und mal wird gemeinsam diskutiert, ausprobiert und überlegt, was sich im eigenen Verein oder in der eigenen Umgebung umsetzen lässt.

Einen guten Eindruck davon, wie eine solche Umweltschulung konkret ablaufen kann, vermittelt der folgende Bericht über die Umweltschulung in Flensburg: 

Flensburger Paddelfreunde e.V. (FPF) trifft NABU Flensburg

Am 18.04.26 traf sich eine kleine Runde Interessierte, darunter Mitglieder des FPF, vom Ring der Einzelpaddler und ein Mitglied des Flensborg Roklubs (unser direkter Nachbarschaft) sowie Vorstandsmitglied des NABU Flensburg. 

Monika Kienaß, unser Vorstandsmitglied, erfahrene Wassersportlerin, Wanderwartin und Naturliebhaberin hatte sich lange auf diese Premiere vorbereitet. Bei ihr steht klar im Fokus, gerade die Paddelfans dahingehend zu sensibilisieren, was eigentlich alles in Bezug auf die Natur und Umwelt beim Paddeln zu beachten ist.

Um die doch all zu trockene Theorie aufzumuntern, hatte Monika sich gemeinsam mit Wiebke Gertz vom NABU in Flensburg überlegt, dass das Team der Umweltschulung Teil des Frühjahrsputzes der Bachwiese in Flensburg Klues, ein Projekt des NABU Flensburg, sein könnte. Gegen 9 Uhr traf sich die lockere Runde. Die Schulung begann mit dem Paragraphendschungel, durch den uns Thomas Martin, eigentlich Klimaforscher, hier jedoch Paddelfan und Paragraphennavigator dabei. Thomas war per online aus Kiel zugeschaltet - auch eine Möglichkeit zeitaufwändige Reisen und CO2 zu minimieren. Interessierte können auf der Seite des Landes-Kanu-Verbandes viele Infos rund um dasThema Natur und Umwelt finden.

Teilnehmende sitzen am Tisch und beschäftigen sich theoretisch mit einer Aufgabe

Es folgten Themen wie Gewässerkunde, Ökosystem See, Fluß und Meer, Gewässer als Lebensraum, Gewässer im Wandel, Einfluss des Menschen auf die Gewässer. Was alles eben so in 4 Stunden passen kann ...

Nach der Mittagspause ging es zur Bachwiese. Dort bekamen wir eine Bestandsaufnahme, wen und was man alles dort antreffen kann ... Rainer Niss vom NABU zeigte uns die heimischen Pflanzen und Tiere. Eifrig, mit Schaufel und Spaten bewaffnet, schritten wir dann zur Tat und unterstützten bei der Biotoppflege( Frühjahrsputz). Hier werden immer helfende Hände gebraucht. Also wer Lust und Zeit hat, kann sich gern bei den  Verantwortlichen [externer Link] melden und mitmachen. Ein mögliches Rezept gegen Langeweile…

 

Teilnehmende helfen bei der Biotoppflege (Frühjahrsputz) auf der Bachwiese.

Es war ein gelungener Tag am Ostseebad und auf der Bachwiese, der dazu beitagen soll, "damit wir uns auch in Zukunft noch an unserer Natur erfreuen können, die uns immer wieder aufs Neue in Staunen versetzt" und nicht nur uns, sondern auch unsere Kinder und Kindeskinder.

Gruppenbild aller Teilnehmenden auf der Bachwiese vor dem Blockhaus

Bericht von Ines Bothe

Alle Bilder von Monika Kienaß